Die Aubinger Lohe mit Böhmerweiher Einladung zur Wanderung am 11. + 18. April 2021 (ca. 9 km)

 Freizeit / Vor 2 Monaten gepostet von Team Silberhorizont / 145 Aufrufe

Start/Ziel: S-Bahnhof Lochhausen

  1. Ziegelweiher
  2. Waldgaststätte Bienenheim
  3. Großer und Kleiner Böhmerweiher
  4. Aubinger Lohe – Hochwald
  5. Schlittenberg – Aussichtspunkt
  6. Heitmaier Weiher

 

Nach der erzwungenen Unterbrechung lade ich Euch zu einer neuen Wanderung ein, wir müssen nur bestimmte Beschränkungen einhalten:

Kontaktbeschränkung

Von Montag, 8. März, an dürfen sich bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen; in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von weniger als 35 sogar bis zu zehn Menschen aus maximal drei Haushalten. (Kinder unter 14 Jahren werden bei der Höchstzahl nicht berücksichtigt.) Liegt die Inzidenz drei Tage lang über 100, gilt wieder die bisherige Regel. Wir müssen davon ausgehen, daß wir uns höchstens zu fünft treffen können. Da dies aber zu wenig ist, habe ich einen zweiten Termin geschaffen, der genau eine Woche später liegt. Bitte meldet euch an, damit ich planen kann. Wenn euch beide Termine passen, sagt es mir. Ich trage euch dann für den Termin ein, der am besten passt und sage euch Bescheid.

Wir treffen uns am Sonntag, den 11. oder den 18. April vor dem S-Bahnhof Lochhausen in der Henschelstraße an der S-Bahn-Unterführung. Der Zug kommt um 10:54 Uhr an. Es gibt auf beiden Seiten der Bahn P+R-Parkplätze, sie sind leider beide kostenpflichtig (1.-€)

Wir befinden uns im Landschaftsschutzgebiet „Aubinger Lohe und Moosschwaige mit Erweiterung“ und werden uns hoffentlich an vielen Frühlingsblühern erfreuen können.

Ein kleines Wäldchen wie viele andere, so erscheint die Aubinger Lohe auf der Landkarte. Doch dieses Wäldchen hat einiges zu bieten: Luftigen Laubwald neben finsteren Fichtenschonungen, dazwischen Blumenwiesen, verträumte, schilfumrahmte und froschbequakte Weiher. Einen Biergarten gibt es auch. Ein weit verzweigtes Netz aus Naturwegen und Pfaden erschließt die Lohe und eröffnet immer wieder neue Perspektiven. Das vielleicht markanteste Merkmal ist jedoch: Es geht kräftig rauf und runter. Schuld daran ist, dass sich just hier, einmalig in der Münchner Schotterebene, als Relikte der eiszeitlichen Gletscher Moränenhügel erhalten haben. https://www.trailrunning.de/laufberichte/teufelsberg-crosslauf/ein-bisschen-teuflisch-40-jahre-teufelsberglauf/2668

In früheren Jahren gehörte die Aubinger Lohe zum Lohwaldgürtel im Münchner Nordwesten, bevor sie mit schnell wachsenden Fichten aufgeforstet wurde und dadurch ihren Charakter als Lohwald weitgehend verlor. Erst in jüngerer Zeit wurde durch Aufforstung mit Laubbäumen die Entwicklung zu einem gesunden Mischwald gefördert.

Im nördlichen Teil der Lohe entstand durch den Jahrzehnte langen Abbau eines reichhaltigen Tonvorkommens eine riesige Grube. Diese wurde nach Beendigung des Abbaus renaturiert und mit Wegen versehen. Das offene Gelände und der zusätzlich angelegte Biotop-Weiher entwickelten sich zu einem wertvollen Lebensraum für seltene Vögel und Amphibien. https://blog.canoncam.de/blog1.php/2012/03/14/die-aubinger-lohe-ein-landschaftsschutzgebiet-im-muenchner-westen

Wer hier auf Entdeckungsreise geht, wird bald einmal bemerken, dass die Aubinger Lohe eigentlich ein Hügel ist. Dieser erhebt sich etwa 25 Meter von der restlichen Landschaft. Zu dieser geologischen Besonderheit kommen auch kulturgeschichtliche Überlieferungen, denn schon vor etwa 3000 Jahren haben hier Menschen gelebt. So entdeckte man im Süden und Südosten Siedlungsspuren aus der Bronzezeit, später folgten dann Kelten und Römer.

Wir laufen zunächst zu den Weihern auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei-Tongrube. In den ehemaligen Abbaustellen der wasserundurchlässigen Schichten entwickelten sich wertvolle Feuchtbiotope mit  seltenen Pflanzen.

Wir wandern In einem Bogen zu der Waldwirtschaft Bienenheim, ein Restaurant & Waldbiergarten, einen Besuch müssen wir uns leider für eine spätere Wanderung aufheben.

Vor hundert Jahren baute der Imkerverein von Aubing ein Vereinshaus in der Aubinger Lohe. Mittlerweile ist dies ein schönes Restaurant mit Bier- und Wirtsgarten in einer ruhigen  Gegend  geworden. Vor 8 Jahre haben Wolfgang Niederdorfer und Daniela Michaylow das Restaurant übernommen, die Imker von Aubing halten immer noch ihre Vereinssitzungen und Kurse ab. https://www.waldwirtschaft-bienenheim.de/aktuelles-presse/

Unser Weg führt uns nach Westen zu den beiden Böhmerweihern. Sie sind Bestandteil des Landschaftsschutzgebiets Aubinger Lohe.

Der Große Böhmerweiher ist etwa 4,75 Hektar groß und wird überwiegend zum Fischen, aber auch Baden genutzt; die Wasserqualität war in der Vergangenheit nicht immer einwandfrei.Für einen Baggersee untypisch sind seine Insel (knapp 130 Quadratmeter) und seine vielen Buchten.

Der Kleine Böhmerweiher ist etwa 1,5 Hektar groß und nur schwer zugänglich. Zum Teil wegen eines Schilfgürtels am Ufer, doch nicht zuletzt auch wegen der vielen Ameisen, die den Boden in seiner Nähe geradezu überfluten und nicht zum Betreten der Seeumgebung einladen. Wegen der geringen Beanspruchung durch den Menschen konnte sich der See zu einem interessanten Biotop entwickeln.

Der Name der Seen geht auf den Nachnamen des Eigentümers des Grundstücks zurück. Dieser schuf ab den 1960er-Jahren durch Nassbaggerung einen Baggersee, der jedoch letztlich durch Wiederverfüllung in die heutigen zwei Seen aufgeteilt wurde. Im Anschluss daran wurde das Gelände von einer Betonmischfirma genutzt. Danach wurden die Seen im Laufe der Zeit von Erholungssuchenden, insbesondere der nahen Nachbargemeinden, in Anspruch genommen. Zwar erließ die Stadt München 2006 einen Bebauungsplan, um die rechtlichen Voraussetzungen einer ordnungsgemäßen Erschließung des Gebiets zu schaffen, doch gibt es bis heute keine geregelte Nutzung der Fläche. Auch eine vorläufige Regelung durch die betroffenen Körperschaften, damit zumindest schon eine ordnungsgemäße Pflege und Reinigung des Gebiets sichergestellt wird, kam 2008 nicht zu Stande. Der Bebauungsplan sieht auf einer Fläche von 26 Hektar eine Fortschreibung der bisherigen Nutzungen vor, Schaffung einer landschaftsverträglichen Erholungsfläche am Großen Böhmerweiher und Sicherung und Entwicklung des vorhandenen Biotops am Kleinen Böhmerweiher. Darüber hinaus schafft er die künftigen Voraussetzungen für eine Wasserrettungsstation, sanitäre Anlagen und einen Kiosk. Voruntersuchungen zum Ausbau wurden 2008 veranlasst, der Ausbau zum Erholungsgebiet sollte 2011 erfolgen, wurde aber bislang nicht umgesetzt. Anfang 2013 kauften die Kommunen München, Gröbenzell und Puchheim zusammen mit dem Erholungsflächenverein das Seengelände.

Nach der Umrundung der beiden Seen gehen wir am Erlbach entlang nach Süden und wenden uns dann nach Osten, um den Aubinger Auwald zu durchqueren, bis wir an den südlichen Rand des Wiesengeländes mit den ehemaligen Tongruben und seinen Biotopen kommen. Am „Schlittenberg“ haben wir eine prächtige Aussicht über die Wiesen mit ihren Hügeln bis nach München. Zum Schluß gehen wir am Fischbach entlang und kommen am Heitmaier Weiher vorbei und dann wieder zum S-Bahnhof Lochhausen.

Zusammenfassung:

Termine:       jeweils Sonntag, d. 10. und 18. April, um 11 Uhr. Meldet euch bitte zu dem Termin an, der euch am besten passt, weil die                               Teilnehmerzahl pro Termin aktuell auf 5 Personen begrenzt ist.

Treffpunkt:  S-Bahnhof München-Lochhausen (S3) in der Henschel- Straße. Der Zug kommt um 10:54 an. Es gibt auf beiden Seiten der                               Bahn P+R-Parkplätze., die leider beide 1.- € kosten.

Strecke:        Weiher auf dem Gelände einer aufgelassenen Ziegelei-Tongrube – der Große und der Kleine Boehmerweiher  (ca. 9 km)

 

Bei Interesse an der Wanderung Kontaktaufnahme über: 015202822781

Bildnachweis: Markus Scherl, Germering

 

  • Autor : Team Silberhorizont
  • Standort : 81241 München